9 Januar 2026
Woher kommt das wort weihnachten?

Der Begriff geht auf eine mittelalterliche Wortverbindung zurück und steht heute als Bezeichnung für die heiligen Nächte der Weihnachtszeit. Entgegen einer verbreiteten Annahme ist Weihnachten nicht einfach eine Ableitung des Verbs weihen. Das deutsche Wort ist vielmehr ein überliefertes substantivisches Wortpaar aus dem Mittelalter, gebildet aus dem ersten Element wîh beziehungsweise wiha mit der Bedeutung „heilig“ und dem zweiten Element naht in einem starren Dativ Plural.
Mittelalterliche belege
Die ältesten sicheren Schriftzeugnisse datieren ins 12. Jahrhundert, etwa um 1170 in der Predigtsammlung Speculum ecclesiae, wo die Wendung ze den wîhen nahten auftaucht. Sprachhistorisch hat sich die Bezeichnung zunächst im oberdeutschen Raum verbreitet und zeigte später mitteldeutsche Varianten. Diese Quellenlage spricht dafür, dass der Begriff in einem religiösen Kontext entstand und sich als feste Bezeichnung für mehrere heilige Nächte etablierte.
Grammatik und alltag
Grammatisch handelt es sich um einen starren Dativ Plural, ähnlich wie bei Ostern oder Pfingsten, weshalb die Form bis heute im Plural empfunden wird. In modernen Texten und bei Familienfeiern bleibt die Wortwahl lebendig, etwa wenn man passende Weihnachtspullover für die ganze Familie auswählt und so die alte Bezeichnung in zeitgenössische Traditionen überführt. Für spielerische Anlässe sind auch hässliche Weihnachtspullover beliebt, und für Kinder bieten spezielle Strickvarianten bunte Motive.
Wer die Verbindung zwischen sprachlicher Herkunft und heutiger Praxis vertiefen möchte, findet in weiterführenden Beiträgen Hinweise zu regionalen Varianten und Vergleichen mit Begriffen wie Christmas oder Jul. Für Ideen zur festlichen Kleidung siehe passende Weihnachtspullover für Familien und Weihnachtspullover kinder.
Die heiligen Nächte als gelebte Tradition
Nachdem die sprachlichen Wurzeln geklärt sind, lohnt sich ein Blick darauf, wie die Bezeichnung im Alltag Gestalt annimmt. Weihnachten bezeichnet nicht nur einen einzelnen Abend, sondern eine Zeitspanne, die in vielen Gemeinden und Familien als eine Reihe besonderer Nächte wahrgenommen wird. Wenn die Luft nach Tannennadeln und gebrannten Mandeln duftet, Kerzen ein warmes Licht auf die Fenster werfen und leise Weihnachtsmusik erklingt, spürt man die Kontinuität dieser alten Bezeichnung. Die Formulierung „heilige Nächte“ macht Sinn, weil die Feierlichkeiten sich oft über mehrere Tage ziehen: die Christnacht, die zwölf Weihnachtstage und in manchen Regionen die Rauhnächte.
Historisch gab es verschiedene Termine für die Feier der Geburt Christi, weshalb lokale Bräuche und Daten bis heute nebeneinanderstehen. In manchen Gemeinden bildet der 25. Dezember den Mittelpunkt, andernorts wird bis zum 6. Januar gefeiert. Diese Vielfalt zeigt, dass das Wort eine Zeitspanne benennt, keine einzelne Nacht. Die sinnliche Erfahrung bleibt gleich: das Knistern des Feuers, die Wärme von Strick, der Duft von Nelken und Zimt und das leise Klirren von Gläsern schaffen gemeinsam eine Atmosphäre, in der die alte Bezeichnung weiterhin lebendig ist.
Weihnachten rund um Europa
Sprachlich offenbart ein kurzer Vergleich, wie unterschiedlich das Fest in den Sprachen verankert ist. Jede Bezeichnung erzählt eine eigene Geschichte.
- Deutsch: Weihnachten bedeutet im Kern „in den geweihten Nächten“ und geht auf die mittelhochdeutsche Wendung ze den wîhen nahten zurück.
- Englisch: Christmas leitet sich von Christ’s Mass ab, also der Messe zu Ehren Christi.
- Niederländisch: Kerst/Kerstmis steht in enger Verwandtschaft zu Christmas und betont ebenfalls die kirchliche Feier.
- Französisch/Italienisch: Noël und Natale kommen vom lateinischen natalis, das Geburt bedeutet.
- Spanisch: Navidad leitet sich von nativitas ab und fokussiert ebenfalls die Geburt.
- Skandinavisch: Jul/Jól hat alte midwinterliche Wurzeln, die später christianisiert wurden.
Diese Vielfalt zeigt, ob eine Sprache das Fest primär als „Geburt/Messe“ benennt oder auf ältere, vorchristliche Festzeiten zurückgreift. Der Kontrast zwischen dem deutschen Begriff und dem nordischen Jul ist ein schönes Beispiel: Während Deutschland mit „heiligen Nächten“ einen christlich geprägten Namen bewahrt, hat sich im Norden ein älterer Festname erhalten und wurde in den christlichen Kontext eingepasst.
Von der Sprachgeschichte zur persönlichen Gemütlichkeit
Wie lässt sich dieses Wissen im heutigen Festgebrauch spürbar machen? Eine einfache Verbindung entsteht, wenn man historische Begriffe mit modernen Wohlgefühlen kombiniert. Ein warmes Getränk, das Rascheln von Geschenkpapier, ein sorgfältig ausgewählter Weihnachtspullover und die leise Melodie eines Liedes verknüpfen Vergangenheit und Gegenwart. Wer beim Zusammensein ein Symbol für Geborgenheit sucht, findet in passende Weihnachtspullover oft genau das: ein Stück Stoff, das Wärme spendet und zugleich an vertraute Nächte erinnert. Für kleine, heitere Details sorgen gern witzige Socken; ein Paar weihnachtssocken kann das Gefühl von Festlichkeit ebenso abrunden.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet das Wort Weihnachten wortwörtlich?
Antwort: Wörtlich heißt es „in den geweihten, heiligen Nächten“. Die Zusammensetzung stammt aus dem Mittelhochdeutschen und verweist auf mehrere feierliche Nächte rund um die Geburt Christi.
Stammt Weihnachten vom Verb weihen?
Antwort: Nein. Der erste Wortteil wîh bzw. wiha ist ein Adjektiv mit der Bedeutung „heilig“, nicht eine direkte Ableitung vom Verb weihen.
Wann erscheint der Begriff erstmals schriftlich?
Antwort: Erste sichere Belege datieren etwa um 1170, beispielsweise in der Predigtsammlung Speculum ecclesiae.
Warum steht Weihnachten im Plural?
Antwort: Es handelt sich um einen starren Dativ Plural mit nahten und bezieht sich auf mehrere heilige Nächte oder Feiertage, ähnlich wie bei Ostern und Pfingsten.
Gibt es vorchristliche Wurzeln des Begriffs?
Antwort: Die erste Wurzel wîh geht auf urgermanische Formen zurück, die religiöse Bedeutung tragen. Deutungen, die das zusammengesetzte Wort als vorchristlich erklären, sind weniger durch frühe Textzeugnisse gestützt, weil die Belege aus dem Mittelalter stammen.
Wie hängt Weihnachten mit Christmas zusammen?
Antwort: Christmas kommt von Christ’s Mass, also der Messe zu Ehren Christi. Beide Begriffe bezeichnen dasselbe Fest, haben aber unterschiedliche sprachliche Ursprünge.
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